Die Schatten der Großväter (3)
V – Markus
Kapitel 16 – Kindheit
Markus wuchs in einer Wohnung auf, in der alles seinen Platz hatte. Die Möbel standen fest, die Abläufe ebenso. Frühstück um halb sieben, Mittagessen um zwölf, Abendessen um sechs. Abweichungen galten nicht als Freiheit, sondern als Störung.
Seine Mutter Elisabeth war freundlich, aber zurückhaltend. Sie stellte Fragen, die keine großen Antworten verlangten. Hast du Hunger? War es schön in der Schule? Markus lernte, dass man mit ja oder passt schon alles sagen konnte, was nötig war.
Der Vater Franz war anwesend, ohne präsent zu sein. Er arbeitete viel, sprach wenig und hörte aufmerksam zu, wenn Markus etwas erzählte – aber er fragte nicht nach. Das beruhigte Markus. Nachfragen konnten bedeuten, dass man etwas falsch gemacht hatte.
In der Wohnung gab es kaum Fotos. Keine aus der Zeit vor dem Krieg, keine aus der alten Heimat des Vaters. Nur von den Eltern, von Markus als Kind, ordentlich angezogen, leicht verlegen vor der Kamera. Er lächelte, wie man lächelt, wenn man nicht weiß, was erwartet wird.
Markus lernte früh, sich anzupassen. Er störte nicht. Er fiel nicht auf. Er war ein gutes Kind.
Kapitel 17 – Schule
In der Schule war Markus unauffällig. Nicht schlecht, nicht besonders gut. Er meldete sich selten, wusste aber meist die Antwort. Lehrer mochten ihn, weil er keine Arbeit machte.
Er hatte Freunde, aber keine engen. Nähe war etwas, das man vorsichtig behandelte. Wenn andere Kinder von ihren Großeltern erzählten, von Geschichten aus der Vergangenheit, hörte Markus zu und schwieg. Er hatte nichts beizutragen.
Einmal fragte er seine Mutter, woher der Vater eigentlich komme. Elisabeth sah ihn kurz an, dann sagte sie: „Von früher.“ Mehr nicht.
Markus fragte nicht weiter.
Er entwickelte eine Vorliebe für Regeln. Regeln waren klar. Sie gaben Sicherheit. Sie verlangten nichts Persönliches.
Als er älter wurde, dachte er kurz an ein Studium. Etwas mit Geschichte vielleicht. Er verwarf den Gedanken schnell. Geschichte bedeutete Fragen. Fragen führten zu Unruhe.
Kapitel 18 – Sicherheiten
Markus entschied sich für den Staatsdienst, ohne das als Entscheidung zu empfinden. Es war der logische Weg. Sicher. Überschaubar. Anerkannt.
Der Vater nickte, als Markus es ihm sagte. Die Mutter lächelte erleichtert. Es war, als hätte er eine Prüfung bestanden, von der er nicht wusste, dass sie existierte.
In diesen Jahren lernte Markus Angelika kennen. Sie war anders. Sie sprach viel, fragte nach, lachte laut. Am Anfang irritierte ihn das. Dann zog es ihn an.
Angelika erzählte von ihrer Familie, von Konflikten, von alten Geschichten. Markus hörte zu und staunte. Dass man so leben konnte.
Mit ihr begann er langsam, Worte zu finden. Nicht viele. Aber mehr als zuvor.
VI – Angelika
Kapitel 19 – Begegnung
Der Tanzabend war eine Idee des Behörden-Sportvereins gewesen, einer dieser Versuche, große Gemeinschaft zu erschaffen, wo bestenfalls gut geübte Höflichkeit herrschte. Die Musik war gerade laut genug, die Lichter dafür zu grell, und Markus stand am Rand der Tanzfläche, die Hände in den Taschen, als warte er darauf, dass die Zeit schneller verginge. Er hatte sich nur überreden lassen, weil Peter, ein Kollege aus der Abteilung, ihn mitgenommen hatte. „Komm schon, Huber, du siehst aus wie ein Bestatter. Ein bisschen Ablenkung tut dir gut.“ Markus hatte genickt, nicht weil er zustimmte, sondern weil Widerspruch zu viel Energie gekostet hätte.
Dann sah er sie.
Angelika tanzte nicht besonders anmutig, aber sie tanzte. Im Gegensatz zu den anderen Frauen, die sich in den Armen ihrer Partner hielten, bewegte sie sich, als gehöre ihr der Raum. Ihr Kleid war rot – nicht aufdringlich, aber auch nicht unauffällig. Ihr Lachen klang laut, voll und herzlich. Markus beobachtete sie eine Weile, ohne es zu merken. Etwas an ihr irritierte ihn. Nicht, weil sie hübsch war, sondern weil sie präsent war. Als würde sie nicht nur da sein, sondern auch da bleiben wollen.
„Du starrst.“ Peter stand plötzlich neben ihm, ein Bier in der Hand. Markus zuckte zusammen. „Nein.“ „Doch.“ Peter grinste. „Aber keine Sorge, sie hat’s auch bemerkt.“
Markus spürte, wie ihm das Blut in die Wangen schoss. Er hasste es, wenn jemand seine Blicke deutete. „Ich habe nicht…“ – er brach ab. Es war sinnlos. Peter würde ihm ohnehin nicht glauben.
„Sie heißt Angelika“, sagte Peter. „Buchhaltung, glaube ich. Oder Personal. Jedenfalls redet sie viel.“ Er nahm einen Schluck Bier. „Genau das Richtige für dich.“
Markus antwortete nicht. Er wusste, was Peter meinte: Du bist zu still. Sie ist zu laut. Das gleicht sich aus. So dachte die Welt. Als wäre alles eine Rechnung, die aufgehen musste.
Doch dann passierte etwas Seltsames.
Angelika kam auf sie zu. Nicht direkt, nicht aufdringlich – sie schien eher zufällig in ihre Richtung zu driften, als würde sie den Weg suchen und nicht finden. Als sie näher kam, lächelte sie Markus an, nicht verlegen, nicht herausfordernd, sondern so, als wäre es das Natürlichste der Welt.
„Sie tanzen nicht?“, fragte sie.
Markus schüttelte den Kopf. „Nein.“ „Schade.“ Sie musterte ihn einen Moment. „Sie sehen aus, als könnten Sie es.“
Er wusste nicht, was er darauf sagen sollte. „Danke“ klang falsch. „Nein“ wäre unhöflich gewesen. Also schwieg er.
Angelika zögerte nicht. „Ich heiße Angelika.“ „Ich weiß.“ Die Worte waren heraus, bevor er nachdenken konnte. Sie lachte. „Ah, Peter hat also doch was Nützliches getan.“
Markus spürte, wie sich etwas in ihm regte – nicht Unbehagen, nicht Ablehnung, sondern etwas, das er nicht benennen konnte. Vielleicht war es Neugier. Vielleicht war es die seltsame Gewissheit, dass sie ihn nicht bedrängen würde, auch wenn sie redete.
„Warum stehen Sie hier allein?“, fragte sie.
Er zuckte mit den Schultern. „Ich mag keine Menschenmengen.“ „Oder Sie wissen nicht, was Sie mit ihnen anfangen sollen.“ Das traf ihn. Nicht, weil es falsch war, sondern weil es zu genau war. „Vielleicht.“
Sie sah ihn an, und ihr Blick war nicht mitleidig, nicht fordernd, nur… interessiert. „Wollen Sie mit mir reden? Oder sollen wir einfach schweigend hier stehen? Beides ist in Ordnung.“
Markus starrte auf seine Schuhe. Er hatte noch nie jemanden getroffen, der Schweigen nicht als Abwehr, sondern als Möglichkeit betrachtete. „Ich weiß nicht, worüber man hier redet.“
Angelika lachte wieder, leiser diesmal. „Über alles Mögliche. Über die Musik. Über das Wetter. Über die Frage, warum Sie aussehen, als hätten Sie gerade einen Geist gesehen.“
Er musste unwillkürlich schmunzeln. „Ich sehe nicht so aus.“ „Doch.“ Sie beugte sich leicht vor, als würde sie ihm ein Geheimnis verraten. *„Aber das ist nicht schlimm. Ich mag Gespenster.“
Etwas in ihm lockerte sich. Nicht viel. Aber genug, um zu bleiben.
Später, als die Musik langsamer wurde, fragte sie: „Tanzen Sie jetzt mit mir?“ Er zögerte. „Ich kann nicht.“ „Das macht nichts. Ich auch nicht.“ Sie streckte die Hand aus.
Markus blickte auf ihre Finger, schlank, mit einem schmalen Ring am Mittelfinger. Er spürte, wie sein Herz schneller schlug – nicht aus Angst, sondern weil er jetzt verstand, dass dies ein Moment war, in dem etwas beginnen konnte. Etwas, das er nicht geplant hatte. Etwas, das vielleicht sogar gut war.
Langsam legte er seine Hand in ihre. Sie waren beim, „Du“.
Es war kein großer Schritt. Aber es war einer.
Kapitel 20 – Angelika
Angelika war in Markus’ Leben getreten ohne sich anzukündigen. Sie war im gleichen Jahr geboren wie Markus, im April 1962. Sie erzählte das und Vieles mehr gleich beim ersten Kaffee nach dem Tanzabend, als sei es eine Selbstverständlichkeit, Dinge über sich preiszugeben. Markus merkte, dass er rot wurde, ohne zu wissen warum.
Angelika fragte nach. Nicht aufdringlich, aber beharrlich. Sie wollte wissen, woher er kam, wie er aufgewachsen war, was er dachte. Markus antwortete ausweichend. Er hatte Übung darin. Angelika ließ das gelten, vorerst.
Sie zogen nach einigen Jahren zusammen. Die Wohnung in der Maria-Luiko-Straße war Angelikas Idee gewesen. Sie mochte den Stadtteil, die Mischung aus Altem und Neuem, aus Gewöhnlichem und Geschichte. Markus fand die Wohnung praktisch. Das reichte.
Angelika brachte Unordnung mit. Bücherstapel, Notizzettel, halb gelesene Zeitungen. Markus gewöhnte sich daran. Er lernte, Dinge stehen zu lassen. Kleine Dinge zuerst.
Sie heirateten ohne großes Fest. Angelika wollte kein Aufsehen, keine Übertreibungen. Markus war dankbar dafür.
Kapitel 21 – Die gemeinsamen Jahre
Die Ehe war ruhig. Nicht leidenschaftlich, aber verlässlich. Markus und Angelika redeten viel, zumindest im Vergleich zu dem, was Markus aus seiner Kindheit kannte. Angelika erzählte, Markus hörte zu. Manchmal erzählte auch er. Bruchstückhaft. Zögernd.
Sie hatten keine Kinder. Es war kein großes Thema. Angelika hätte vielleicht gewollt, Markus war unentschlossen. Die Zeit verging, ohne dass sie eine Entscheidung trafen. Irgendwann war es zu spät. Sie stellten fest, dass sie damit leben konnten.
Angelika arbeitete gern. Markus auch. Abends saßen sie zusammen, lasen, sahen fern, sprachen über Dinge, die andere vielleicht banal gefunden hätten. Für Markus waren sie neu. Austausch. Nähe.
Angelika fragte manchmal nach seinen Eltern, nach den Großeltern. Markus wusste wenig zu sagen. Angelika drängte nicht. Sie wusste, wann Fragen Mauern bauten.
Es waren gute Jahre. Markus erkannte Manches erst später.
Kapitel 22 – Die Krankheit
Die Diagnose kam an einem Regendienstag 2022. Krebs. Ein Wort, das sich nicht einordnen ließ. Angelika nahm es gefasster auf als Markus. Sie stellte Fragen, machte Termine, organisierte ihr Weiterleben.
Markus funktionierte. Er begleitete sie, saß neben ihr, hielt ihre Hand. Er war zuverlässig. Still. Er sagte die richtigen Dinge, weil er sie gelernt hatte.
Die Krankheit nahm Raum ein. Gespräche drehten sich um Befunde, Behandlungen, Nebenwirkungen. Zeit wurde wieder etwas Messbares. Termine. Fristen.
Angelika verlor an Kraft, aber nicht an Sprache. Sie sprach bis zuletzt. Markus hörte zu. Mehr konnte er nicht tun.
Als sie starb, war wähnte sich Markus vorbereitet aber es stimmte nicht. Der Moment war ruhig. Zu ruhig.
Danach blieb eine Stille, die er kannte. Und doch war sie anders. Sie war endgültig.
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mayersnotizblog am 10.06.26
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Die Schatten der Großväter (2)
II – Johann Klose
Kapitel 6 – Das Dorf
Das Dorf, in dem Johann Klose aufwuchs, bestand aus einer Handvoll Häusern, einer Kirche, einem Wirtshaus und der Straße, die hindurchführte und zugleich hinaus. Der Geruch von Holzrauch hing über den Dächern, vermischt mit dem säuerlichen Duft der Äpfel, die in den Gärten faulten. Die Kirche schlug jede Stunde, als wollte sie die Zeit festhalten, die hier langsamer verging als anderswo.
Wer blieb, tat es aus Notwendigkeit, wer ging, aus Hoffnung. Johann gehörte zu denen, die blieben, solange es nötig war.
Er wurde 1908 geboren, in einem Winter, an den sich später niemand erinnerte. Seine Mutter sagte einmal, es sei kalt gewesen, aber Kälte war nichts Besonderes in diesen Jahren. Sie war ein Zustand.
Der Vater arbeitete, wenn es Arbeit gab, und schwieg, wenn es nichts zu sagen gab. Er glaubte an Ordnung, nicht aus Überzeugung, sondern aus Erschöpfung. Ordnung versprach Ruhe. Johann lernte früh, dass Fragen Unruhe stifteten.
Die Schule endete früh. Danach begann die Lehre beim Bäcker im Nachbarort. Der Geruch von Mehl und Hefe blieb Johann ein Leben lang vertraut, selbst in den Jahren, in denen Brot Mangelware wurde. Arbeit bedeutete Rhythmus, und Rhythmus bedeutete Halt.
Johann war kein auffälliger junger Mann. Er sprach wenig, lachte selten laut, fiel nicht auf. Gerade deshalb wurde er gemocht. Er stellte keine Ansprüche.
Als die politische Sprache ins Dorf kam, in Form von Versammlungen, Fahnen und neuen Begriffen, hörte Johann zu, ohne sich beteiligt zu fühlen. Die Welt veränderte sich, aber sie tat es zunächst in Worten, nicht in Taten. Worte konnte man überhören.
Kapitel 7 – Das Hochzeitsgeschenk
Die Uhr bekam Johann im Frühjahr 1938. Seine Frau Anna schenkte sie ihm am Tag ihrer Hochzeit, noch bevor die Gäste eintrafen. Sie war teuer gewesen, zu teuer für ihre Verhältnisse, und Johann wusste das.
„Damit du weißt, wie spät es ist“, sagte sie und lächelte unsicher.
Johann legte die Uhr an und spürte ihr Gewicht. Sie war schwerer als erwartet, fast massiv. Zum ersten Mal besaß er etwas, das nicht unmittelbar dem Überleben diente.
1938 war ein Jahr voller Zeichen, auch wenn man sie erst später als solche erkannte. In der Stadt sprach man lauter, im Dorf vorsichtiger. Johann hörte von Anschlüssen, von Jubel, von Bedrohungen, aber all das blieb fern. Er hatte Anna, eine Arbeit, eine Uhr. Es schien genug.
Als der Einberufungsbefehl kam, faltete Johann das Papier sorgfältig zusammen. Er sagte nichts. Anna sah ihn an und verstand sofort.
„Wie lange?“, fragte sie.
Johann zuckte die Schultern. Zeit war plötzlich etwas, das anderen gehörte.
Er nahm die Uhr mit. Nicht aus Sentimentalität, sondern aus Gewohnheit. Sie erinnerte ihn an etwas, das außerhalb der Befehle existierte.
Kapitel 8 – Der Krieg
Der Krieg begann für Johann nicht mit Schüssen, sondern mit Warten. Warten auf Befehle, auf Transporte, auf Essen. Die Front war ein Zustand, kein Ort.
Johann konnte etwas Wichtiges, sich unauffällig verhalten. Er tat, was man ihm sagte, und stellte keine Fragen. Er wollte überleben, mehr nicht. Ideologien blieben abstrakt, Schuld ein Wort, das man vermied.
Die Uhr trug er unter dem Ärmel. Manchmal sah er auf sie, ohne die Zeit wirklich zu erfassen. Minuten hatten keine Bedeutung mehr. Nur Tage. Und auch die verschwammen.
Er sah Dinge, die er später nicht benennen konnte. Er tat Dinge, über die er nie sprechen würde. Nicht aus Scham allein, sondern weil ihm dafür Sprache fehlte.
In Briefen an Anna schrieb er von Wetter, von Kameraden, von kleinen Erleichterungen. Er erwähnte nichts Wesentliches. Er glaubte, sie schützen zu müssen. Vielleicht schützte er sich selbst.
Als der Krieg endete, war Johann ein anderer Mann, ohne genau zu wissen, worin die Veränderung bestand. Er kam zurück, lebend, was ihm wie ein Zufall erschien.
Er legte die Uhr ab. Sie war stehen geblieben.
Kapitel 9 – Die Rückkehr
Johann kehrte im Herbst 1945 zurück. Nicht an einem bestimmten Tag, sondern allmählich. Er kam näher, Schritt für Schritt, Bahnstation für Bahnstation, als müsse er sich erst wieder an die Nähe des Zuhauses gewöhnen.
Das Dorf war noch da. Das war mehr, als viele sagen konnten. Die Kirche stand, das Wirtshaus auch. Manche Menschen fehlten. Andere waren da, aber verändert.
Anna erkannte ihn sofort. Er erkannte sie erst, als sie sprach.
Sie umarmten sich unbeholfen. Johann wusste nicht, wohin mit den Händen. Der Körper erinnerte sich langsamer als der Verstand.
Er sprach wenig. Anna stellte keine Fragen. Sie hatte gelernt zu warten. In den Nächten lag Johann wach. Geräusche machten ihn unruhig. Er dachte nicht an den Krieg. Er dachte an nichts Bestimmtes. Das war anstrengend genug.
Die Uhr lag in der Schublade. Johann zog sie nicht wieder auf.
Kapitel 10 – Vater
Das erste Kind wurde 1946 geboren. Ein Mädchen. Elisabeth.
Johann hielt sie unbeholfen, als hätte man ihm etwas Zerbrechliches übergeben, für das er keine Anleitung hatte. Er betrachtete ihr Gesicht lange. Es kam ihm fremd vor, und doch fühlte er sich verantwortlich.
Vatersein bedeutete für Johann vor allem eines: da sein. Arbeiten. Nicht versagen.
Er erzählte Elisabeth keine Geschichten. Er brachte ihr bei, pünktlich zu sein, ordentlich, still. Das Leben war schwer genug, er wollte es nicht komplizierter machen.
Manchmal sah er die Uhr in der Schublade. Er nahm sie heraus, drehte sie in der Hand. Er dachte daran, sie dem Kind eines Tages zu schenken. Dann legte er sie zurück.
Zeit war etwas, das man hinter sich brachte.
III – Karl Huber
Kapitel 11 – Der Verlust
Karl Huber verlor seine Heimat an einem Tag, der später kein Datum mehr hatte. Es war Frühling, so viel wusste er. Die Bäume standen in Blüte, als hätte die Welt nichts verstanden.
Er war zweiundvierzig Jahre alt, als man ihm sagte, dass er gehen müsse. Nicht sofort, aber bald. Mitnehmen dürfe er, was er tragen könne. Der Rest gehöre nun anderen.
Karl diskutierte nicht. Er packte Dokumente ein, Kleidung für die Kinder, ein Foto seiner Eltern. Alles andere ließ er zurück. Möbel waren ersetzbar. Erinnerungen nicht, aber sie wogen zu viel.
Die Reise nach Westen dauerte Wochen. Züge, Lager, Warten. Karl lernte, nicht zu fragen, wohin genau. Hauptsache weg.
Als sie in Bayern ankamen, war er ein Fremder. Das blieb er.
Kapitel 12 – Das neue Leben
Karl arbeitete sofort. Er glaubte nicht an Übergänge. Wer arbeitete, durfte bleiben.
Die Einheimischen sahen ihn skeptisch an. Er sprach anders, aß anders, dachte anders. Er senkte den Blick und machte weiter.
Seine Frau weinte nachts. Die Kinder stellten Fragen. Karl antwortete nicht. Er wusste nicht, was er sagen sollte. Verlust ließ sich nicht erklären.
Er trank. Nicht viel, aber regelmäßig. Alkohol machte die Stille erträglicher.
Die Vergangenheit erwähnte er nicht. Sie hatte ihm nichts mehr zu bieten.
Kapitel 13 – Spiegel
Johann Klose und Karl Huber hätten sich im Schweigen verstehen können. Oder sich nichts zu sagen gehabt. Beides lief auf dasselbe hinaus.
Beide glaubten an Arbeit. An Ordnung. An Schweigen. Sie wollten ihre Kinder schützen, indem sie ihnen nichts erzählten.
Was sie nicht wussten: Sie gaben das Schweigen weiter.
IV – Die Kinder der Stille
Kapitel 14 – Elisabeth
Elisabeth Klose wuchs in einem Haus auf, in dem nichts fehlte und vieles nicht gesagt wurde. Ihr Vater war da. Jeden Abend. Pünktlich. Er aß, las Zeitung, ging schlafen. Er schlug nicht, er trank nicht, er schrie nicht. Er schwieg.
Sie lernte, die Türen leise zu schließen, als könnte ein Knall die dünne Haut des Friedens zerreißen, der über dem Haus lag. Manchmal, wenn der Vater besonders still war, spürte sie, wie die Luft im Raum dicker wurde, als würde sie etwas erwarten – eine Entschuldigung, eine Erklärung, etwas, das nie kam. Fragen wurden vorsichtig gestellt. Die Mutter antwortete, wenn sie konnte, und wich aus, wenn sie musste.
Über den Krieg wurde nicht gesprochen. Es gab keine Fotos, keine Orden, keine Erinnerungen. Elisabeth wusste nur, dass ihr Vater „dabei gewesen“ war. Wobei, blieb unklar.
In der Schule war sie fleißig. Fleiß war etwas, das man sehen konnte. Gefühle nicht.
Sie entwickelte eine besondere Sensibilität für Stimmungen. Sie wusste, wann man lieber nichts sagte. Das brachte ihr Lob ein. Ein braves Kind.
Elisabeth hielt Ordnung für etwas Moralisches. Wer Ordnung hielt, machte nichts falsch.
Kapitel 15 – Franz
Der Sohn von Karl Huber hieß Franz. Er war sechs Jahre alt gewesen, als sie ihre Heimat verlassen hatten. Alt genug, um sich zu erinnern. Jung genug, um zu glauben, dass Erinnerungen gefährlich waren.
Franz wusste, dass sein Vater wütend war. Er wusste nur nicht, worauf. Er lernte, Abstand zu halten. Er lernte, sich anzupassen.
In der Schule wurde er „der Flüchtling“ genannt. Später „der Sudetendeutsche“. Er gewöhnte sich daran, anders zu sein, ohne zu wissen, was dieses Anders bedeutete.
Sein Vater arbeitete viel. Wenn er da war, war er still oder müde. Manchmal roch er nach Alkohol. Franz stellte keine Fragen. Er wollte nicht zusätzlich auffallen.
Er lernte, dass Herkunft etwas war, das man besser verschwieg.
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mayersnotizblog am 10.06.26
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Die Schatten der Großväter (1)
Prolog – Die Uhr
Das Ticken war kaum zu hören. Und doch war es da, leise, hartnäckig, wie ein Gedanke, den man nicht loswird.
Markus Huber saß auf dem Wohnzimmerboden, zwischen halb geleerten Kartons und einem Stapel alter Blusen, die nach Angelikas Parfum rochen. Lavendel, ein Hauch Zitrus. Er hielt inne, als hätte ihn jemand gerufen. In seiner Hand lag die Armbanduhr.
Ein schmales Lederband, brüchig an den Rändern, das Glas leicht zerkratzt. Auf der Rückseite eine kaum lesbare Gravur: J. K., 1938. Sein Großvater. Mütterlicherseits. Johann Klose.
Markus hatte diese Uhr als Kind gesehen, später noch einmal bei der Beerdigung seiner Großmutter. Danach war sie verschwunden, irgendwo in einer Schublade, so wie viele Dinge verschwanden, ohne dass man sie wirklich vermisste. Bis jetzt.
Er ließ sich rücklings gegen das Sofa sinken. Die Wohnung in der Maria-Luiko-Straße war still. Früher Hilblestraße, hatte Angelika immer betont, mit Betonung auf früher, als hätte sie Angst, die Vergangenheit könne sonst endgültig zurückkommen. Draußen rauschte der Verkehr der Dachauer Straße sein fernes, gleichmäßiges Rauschen.
„Was weiß ich eigentlich von euch?“, murmelte er und betrachtete die Uhr. Nicht viel, musste er sich eingestehen. Ein paar Daten, ein paar Fotos. Schweigen. Immer viel Schweigen.
In diesem Moment, zwischen Kartons und Staub, beschloss Markus Huber, sich auf die Suche zu machen. Nicht aus Mut. Aus Mangel an Alternativen.
I – Die Gegenwart des Vergessens
Kapitel 1 – Die Wohnung nach dem Tod
Als Markus Huber an diesem Morgen erwachte, war ihm, als habe jemand die Zeit angehalten und vergessen, sie wieder in Gang zu setzen. Das Licht fiel schräg durch die halb geschlossenen Rollläden, staubig, unbewegt. Neben ihm war das Bett leer, wie es seit zwei Jahren leer war, und dennoch streckte er kurz die Hand aus, eine Gewohnheit, die er sich nicht abgewöhnt hatte.
Er blieb liegen. Die Geräusche der Stadt drangen gedämpft herauf: ein Lieferwagen, ein entferntes Martinshorn, Schritte im Treppenhaus. Neuhausen lebte weiter, unbeeindruckt davon, dass in der Maria-Luiko-Straße ein Mann lag, der nichts mehr erwartete.
Markus war zweiundsechzig Jahre alt, pensioniert, verwitwet. Diese drei Wörter reichten aus, um ihn zu beschreiben, und sie erschreckten ihn durch ihre Endgültigkeit. Früher hatte er geglaubt, das Leben bestehe aus Übergängen. Jetzt schien es ihm aus abgeschlossenen Räumen zu bestehen, deren Türen man hinter sich zuzog, ohne Schlüssel.
Er stand auf, ging ins Bad, betrachtete sein Gesicht. Es war das Gesicht seines Vaters, das er aus alten Fotografien kannte, nur älter. Ein Gesicht, das gelernt hatte, nicht zu viel zu zeigen.
Kapitel 2 – Die Dinge der Toten
Der Tag verging ereignislos. Markus las Zeitung, ohne sich zu erinnern, was er gelesen hatte. Er ging einkaufen, vergaß die Hälfte. Am Nachmittag setzte er sich an den Küchentisch, an dem er früher mit Angelika gesessen hatte, mit einer Tasse Kaffee, die sie selten austrank.
Es war etwas anderes allein zu schweigen, als gemeinsam zu schweigen. Angelika hatte seine Stille verstanden, hatte sie ausgehalten. Ihr hatte er nicht erklären müssen, warum er wenig erzählte.
Er beschloss aufzuräumen. Nicht aus Entschlossenheit, sondern aus Ermüdung.
Kapitel 3 – Der Entschluss
Die Dinge der Toten widersetzten sich der Ordnung. Sie schienen sich zu vermehren, sobald man sie berührte. Markus öffnete Schubladen, fand Briefe, die nicht an ihn gerichtet waren, Rechnungen aus einer anderen Zeit, kleine Zettel mit Angelikas Handschrift. Dinge, die ihm nun bedeutungslos erschienen und gerade deshalb unerträglich waren.
In einer Schachtel, die er nie zuvor geöffnet hatte, lag die Uhr.
Sie war alt, schlicht, unscheinbar. Und doch wusste Markus sofort, dass sie wichtig war. Er drehte sie um, las die Initialen. J. K.
Johann Klose.
Der Name löste nichts aus, und genau das erschreckte ihn. Es war der Name seines Großvaters, eines Mannes, der sein Leben bestimmt hatte, ohne je darin vorzukommen.
Markus setzte sich auf den Boden, die Uhr in der Hand, und zum ersten Mal seit langer Zeit verspürte er etwas, das man Neugier nennen konnte.
Kapitel 4 – Elisabeth
Am Abend zog er die Uhr auf. Sie begann zu laufen, als habe sie nur auf diese Berührung gewartet. Das Ticken war leise, aber beständig. Es erinnerte ihn an den Herzschlag eines Menschen, den man kaum hört, solange er regelmäßig schlägt.
Er dachte an seine Eltern. An das Schweigen bei Familienfesten. An die Sätze, die nie beendet worden waren. Darüber spricht man nicht. Das war eine andere Zeit.
Markus hatte diese Sätze nie hinterfragt. Er hatte gelernt, dass Fragen Unruhe stifteten. Jetzt gab es kaum noch jemanden den er hätte beunruhigen können. Höchstens seine Mutter, sie lebte ihr zerbrechliches Leben in einem Pflegeheim. Er spürte, wie sehr sie ihm alle fehlten.
Kapitel 5 – Johann Klose
Die Recherche begann zögerlich. Melderegister, Kirchenbücher, Archive. Markus bewegte sich durch die Vergangenheit wie durch ein fremdes Land, dessen Sprache er nur bruchstückhaft verstand.
Johann Klose, geboren 1908. Katholisch. Bäckerlehre. Einzug zur Wehrmacht 1939.
Es waren Daten ohne Stimme. Und doch veränderten sie etwas. Markus begann, sich vorzustellen, wie dieser Mann gewesen sein mochte. Nicht als Soldat, sondern als Sohn, als junger Mann, der glaubte, sein Leben noch vor sich zu haben.
Er legte die Uhr neben den Laptop. Sie tickte.
Kurzroman
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mayersnotizblog am 09.06.26
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Baltikum
Ein paar Tage bin ich wieder zuhause und finde nun die Zeit ein wenig von unserer Reise zu berichten.
14 Tage sind wir per Gruppenreise durch die drei baltischen Staaten gereist und haben dabei eine Menge gelernt. Zuerst, dass diese Staaten durchaus nicht vergleichbar sind. Geographisch ja, in Hinsicht auf die jüngere Geschichte auch und danach hört es auf.
Die Reiseführerin war eine gebürtige Lettin und hatte einen unglaublichen Wissensschatz in Sachen Kunst, Kultur, Geschichte und Architektur parat. Beeindruckend! Ich will Euch aber nicht langweilen mit all den Orten, Daten und Geschichten zu unseren Stationen, sondern versuchen meine persönliche Essenz aus diesen Tagen wiederzugeben.
Das Grundrauschen ist ein Gefühl von Weite und Stille. Wälder, Wiesen, Seen und Meer im Überfluss und mit Ausnahme der wenigen Großstädte dünn besiedelt. In Zahlen heißt das, auf 175.000 km² leben etwas mehr als 6 Millionen Menschen. Das sieht in der Hauptreisezeit von 1. Juli bis Ende September mancherorts natürlich ganz anders aus, Betonung auf "mancherorts". Ich konnte nicht genug von diesen menschenleeren Landschaften "aufsaugen". Zwei Highlights diesbezüglich sind die Kurische Nehrung in Litauen und die Insel Saaremaa in Estland. In Nida auf der Kurischen Nehrung kommt das Sommerhaus von Thomas Mann als tolles Extra noch oben drauf. Wenn man von dort aufs Meer blickt versteht man...
Das andere sind die Städte. Geschichte trifft auf Kraft klingt vielleicht blöd, aber mein Slogan ist begründbar. Die Kriege haben viel zerstört, das Unwesen der Russischen Besatzer hat zusätzlich eine Menge verkommen lassen. Glück im Unglück war, dass die Russen vielerorts einfach zu faul waren, um ihr Werk zu vollenden. Oft hat man zwar Kirchen als Lagerhallen oder ähnlich profane Dinge gebraucht, hat aber Gemälde einfach übermalt und jede Instandhaltung unterlassen. Das bedeutet, man hat sie nicht abgerissen! Die Chance zur Renovierung wurde und wird bei den historisch bedeutendsten Gebäuden genutzt, sofern sich etwas retten lässt. Beispiele sind das herrliche Barockschloss in Rundale (Lettland) oder die Kirche St. Peter und Paul in Vilnius (Litauen). Dazu gibt es in Riga, der Hauptstadt Lettlands mehr als 600 Jugendstilhäuser zu bestaunen, die meisten renoviert. Weiterhin gibt es eine enorme Bautätigkeit. Neue Wohnquartiere und Bürotürme sprießen aus dem Boden, während man andernorts noch mit den Katastrophen der sozialistischen Plattenbauära kämpft. Ganze Siedlungen gibt es, in denen die Bewohner ihre Heizung nicht selbst regeln können. Im Herbst wird aufgedreht, im Frühling wieder zu. Ohne Rücksicht auf Verluste! Viele Leute können sich aber gar keine andere Wohnung leisten, also muss man noch für lange Zeit mit diesem Übel leben. Was mit denen geschieht, die bald auch ihre Heizkosten nicht mehr bezahlen können? Ungeklärt. Fast alle sind nämlich Eigentümer ihrer Wohnungen und kaum eine Eigentümergemeinschaft hat das Geld für Umbau oder Sanierung.
Aber zurück zum Erfreulichen. Die Kraft des Aufbruchs ist auch nach über 30 Jahren seit der Befreiung spürbar. Etwa in der unglaublichen Solidarität mit der Ukraine! Es gibt kaum ein öffentliches Gebäude in den drei Staaten, an denen nicht auch eine ukrainische Flagge weht. Man merkt es am tiefen Misstrauen gegenüber den russischsprachigen Minderheiten, besonders in Lettland und Estland. Sie wollen und werden sich ihre Freiheit nicht mehr nehmen lassen! Man merkt es an der verbindenden Kraft der alten Volksmusik (auch Trachten spielen eine große Rolle), die Nation und Zusammenhalt in unglaublichem Ausmaß definiert. Im Waldpark bei Riga gibt es eine neue Open Air Bühne für 13.000 Sänger und etwa 100.000 Gäste! Wenn man dort steht, dann bekommt man schon in der leeren Arena Gänsehaut! Empfehlenswert ist auch das dazugehörende Museum, u.a. mit einer tollen Multimediashow. Ein ganz ähnliches Bauwerk, nur älter, gibt es übrigens in Tallin zu bestaunen.
Ich könnte noch lange weiterschreiben, aber das Wesentliche was mich innerlich bei dieser Reise bewegt hat, ist hiermit in aller Kürze niedergeschrieben.
Tagebuch
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mayersnotizblog am 07.06.26
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Wedium
Neue soziale Netzwerke haben derzeit Hochkonjunktur. Vorausgesetzt sie stammen aus Europa. "Eyou", "wedium" und demnächst "w social" sind am Start. Für Wedium hatte ich mich auf die Warteliste für einen Betatester Account setzen lassen und gestern kam dann der Einladungslink. Da ich keinen Googleaccount habe (dank e/OS) konnte ich den Link nicht verwenden, er funktioniert nur im Playstore, nicht in der App Lounge.
Also habe ich ein altes, "leeres" Smartphone ausgegeraben, da ist Google drauf. Was soll ich sagen... der Link hat trotzdem nicht funktioniert, das alte Smartie durfte zurück in die "Schublade für Notfälle".
So weit, so schlecht. Ich hab dann einfach die reguläre App aus der App Lounge installiert und mich registriert. Entgegen meiner Erwartung hat das reibungslos funktioniert und ich konnte einen Account anlegen und problemlos die erforderliche Verifizierung hinter mich bringen.
Noch sind nicht alle Funktionen verfügbar, aber das was geht würde mir schon weitgehend genügen. Ich habe bislang nicht viel Zeit auf der Plattform verbracht, aber eine gute Funktion entdeckt, denn man kann dort Gruppen einrichten. Sehr schlecht finde ich allerdings den Umstand, dass der Ton von Videos automatisch "on" ist und man auf jedes einzelne Video tippen muss, um es zum Schweigen zu bringen. GRAUENVOLL! Jedenfalls für mich. Die Tatsache, dass man Wedium nur auf dem Smartie nutzen kann und nicht auf dem PC, gefällt mir auch nicht so gut, aber da sind wir dann endgültig im Bereich der Geschmacksfragen angekommen.
Durch die Verifizierung dürfte der Pöbel- und Hasspegel vergleichsweise gering ausfallen, das ist jedenfalls meine Hoffnung. Und in Sachen Datenschutz hat die App Lounge tatsächlich 9 von 10 möglichen Punkten vergeben. Instagram hat 0 von 10... wer hätte das gedacht ;-)
Technik
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mayersnotizblog am 19.05.26
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Nochmal Invites verfügbar
+++ Ich habe erneut fünf Invitecodes für
Chrrp (wie Twitter anno 2006) zu vergeben - Bei Interesse bitte Nachricht per Mail oder Threema - Windhundverfahren +++
Technik
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mayersnotizblog am 17.05.26
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